Zentrum Stadtnatur und Klimaanpassung (ZSK)

Erfolgreicher Pressetermin des TP6: Klimaerlebnis Würzburg

Eröffnung der Messungen durch Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt zusammen mit Umweltreferent Wolfgang Kleiner, PD. Dr. Thomas Rötzer von der TU München, Christian Hartmann und Prof. Dr. Heiko Paeth (von links nach rechts)

Am Mittwoch, 15.11.2017 hat Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt offiziell die Messkampagne des ZSK-Projekts „Klimaerlebnis Würzburg“ eröffnet. In Zukunft wird an sieben Stationen quer über das Stadtgebiet Würzburg verteilt das Standortsklima gemessen, zusammen mit den Wuchs- und Umweltleistungen von Stadtbäumen. Zum Start der Landesgartenschau 2018 können die Forschungsergebnisse live aufzeigen, welchen Einfluss Stadtbäume auf ihre Umgebung und den Menschen haben und umgekehrt, welche Einflüsse auf das Wachstum von Bäumen wirken.

Aufbau des Zentrum Stadtnatur und Klimaanpassung

Seit Juni 2013 vereint das ZSK die Themenbereiche der Stadt- und Landschaftsplanung, Architektur, Ingenieurwissenschaften sowie Ökologie. Ziel des interdisziplinären Teams aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist es, praktische Handlungsempfehlungen für Städte und Kommunen in Bayern zu erarbeiten, die zeigen, wie mit Hilfe der Ökosystemdienstleistungen der grünen Stadtnatur, z.B. Beschattung, Wasserspeicherung, Befeuchtung, die nachhaltige Stadt der Zukunft an die Folgen des Klimawandels angepasst werden kann. Dabei sollen Synergieeffekte genutzt werden, so dass Flora und Fauna gleichermaßen ein Refugium finden und so langfristig geschützt werden können.

Dabei werden folgende Fragestellungen behandelt:
  • Wie können Architekten, Landschaftsplaner und Naturwissenschaftler im Sinne der Klimaanpassung zielführend zusammenarbeiten?
  • Was kann Stadtgrün hinsichtlich der Klimaanpassung leisten?
  • Wie können vom Klimawandel bedrohte Tiere und Pflanzen in der Stadt geschützt werden?
  • Welche Rolle spielen verschiedene Baumarten für das Klima in der Stadt der Zukunft?
  • Wie sollen große Stadtplätze in Zeiten des Klimawandels gestaltet werden?
  • Welche Synergieeffekte gibt es zwischen Mensch, Flora und Fauna?

Das ZSK besteht derzeit aus sechs Teilprojekten, die von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München, der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG) bearbeitet werden.

Klimaschutz und Grüne Infrastruktur in der Stadt

Klimaschutz durch grüne Infrastruktur: Wie kann dem Klimawandel entgegengewirkt und die Resilienz bayerischer Städte in Bezug auf Klimaänderungen verbessert werden? Dies wird durch Fallstudienuntersuchungen in Stadtquartieren und der Betrachtung des Zusammenwirkens von Ökosystemdienstleistungen, Energieeinsparungen auf Gebäude- und Nachbarschaftsebene sowie erneuerbarer Energien erforscht. <<mehr>>

Anwendung der Methode Animal-Aided Design

Die Funktion der Städte als Rückzugsraum vieler Tierarten wird durch den Klimawandel noch bedeutender.
Animal-Aided Design beschäftigt sich mit der Schaffung geeigneter Rückzugsräume für Tierarten im Rahmen einer auf Klimawandel ausgerichteten Planung. Dies wird anhand von Praxisbeispielen erforscht.
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City Trees II - Stadtbäume im Klimawandel

Stadtbäume sind ein wesentlicher Bestandteil städtischer Freiräume.
Wuchsverhalten, Umweltleistungen und Perspektiven von Stadtbäumen in Zeiten des Klimawandels, sind die Kernelemente, mit denen sich das Projekt City Trees II beschäftigt.
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100 Places:M - Öffentliche Plätze in München

Wie können öffentliche Plätze zukunftig aussehen? Durch die Untersuchung 100 öffentlicher Plätze Münchens und der Analyse des Wirkungsgefüges von Klimawandel, Wärmeinseleffekt sowie der Gestaltung, Nutzung und Aneignung öffentlicher Plätze soll dieser Frage im Rahmen des Projekts nachgegangen werden. <<mehr>>

Gebietsfremde und heimische Stadtklimabäume

Stadtklimabäume zeichnen sich durch eine hohe klimatische Stresstoleranz und einer höhere Vitalität aus. Das Projekt verfolgt das Ziel, gebietsfremde Stadtklimabäume hinsichtlich ihrer Arthropodenvielfalt und Anfälligkeit für Schädlingsbefall mit heimischen Baumarten zu vergleichen. <<mehr>>

Klimaerlebnis Würzburg (KEW)

Städte zeichnen sich gegenüber ihrem Umland durch ein eigenes Klima aus. Am Fallbeispiel Würzburg wird anhand von mehreren Standorten im Stadtgebiet untersucht, inwieweit sich das Klima eines Standorts in Abhängigkeit von Baumbestand und Stadtraumtyp unterscheidet und inwieweit sich Stadtbäume und Kleinklima gegenseitig beeinflussen.  <<mehr>>