Ergebnisse

Insgesamt wurden im Verlauf der 14 Fangperioden in den 60 untersuchten Bäumen folgende Arthropoden-­Indi­viduen gefangen:

Diese hohen Individuenzahlen (die nur einen Bruchteil aller Arthropoden der Versuchsbäume darstellen) be­legen, welch wichtige Lebensräume Stadt­bäume für Insekten und Spinnen­tiere darstellen. Ein erster Über­blick auf Ordnungs­niveau (ohne Gelb­tafel­fänge) zeigt weiterhin, dass heimische Baum­arten zwar höhere Indi­viduen­zahlen an Arthropoden als ihre gebietsfremden Schwestern­arten aufweisen, sämtliche Baum­arten aber von der heimischen Fauna als Habitat genutzt werden. Die Daten zur vergleichenden Arten­vielfalt werden ak­tuell noch ausgewertet. Es zeigt sich interessanter­weise und entgegen der Erwartung bereits, dass sich nah ver­wandte Baumarten in der Häufigkeits­verteilung der erfassten Tier­gruppen nicht ähnlicher sind als nicht ver­wandte Baumarten: so stimmen z. B. die Muster der Arthropoden­zusammensetzung von Carpinus betulus ‚Frans Fontaine‘ und Fraxinus excelsior ‚Westhofs Glorie‘ wesentlich stärker überein als die von Fraxinus excelsior ‚Westhofs Glorie‘ und Fraxinus ornus.

Detaillierte Auswertungen zur Artenvielfalt der einzelnen Baumarten stehen noch aus. Es wird interessant sein zu sehen, inwieweit sich die Artengemeinschaften der Baumarten überlappen bzw. welcher Anteil der Arten nur auf bestimmten Baumarten vorkommt. Es kann als wahrscheinlich gelten, dass die Biodiversität aller Baum­arten deutlich die Artenvielfalt einzelner Baumarten übersteigt.

Für die Praxis (Kommunen, Gartenämter, Klima-Allianz-Partner) sollen die Ergebnisse in Empfehlungen münden, die zur Auswahl geeigneter Stadtklimabaumarten herangezogen werden können. Hierfür soll ein ent­sprechender Infoflyer erstellt werden.