Ergebnisse

Allometrische Beziehungen der Baumdimensionen von Winterlinde, Robinie und Platane beschreiben das Wachs­tum von Stadt­bäumen von der Jugend bis in das hohe Alter und geben somit über die Ent­wicklung dieser Baum­arten Auskunft. Im Vergleich zu Robinien und Winter­linden zeigen Platanen über alle Alters­klassen hinweg ein deutlich höheres Wachs­tum.

Während Winterlinden sich in der Jugend eher langsam entwickeln, zeichnen sich Platanen und Robinien durch ein starkes Jugendwachstum aus. Bei Robinien ist gegenüber Platanen und Winter­linden mit zun­ehmenden Alter eine deutliche Ab­schwächung des Wachs­tums erkennbar. Dagegen weisen Winter­linden auch in größeren Alters­klassen ein konstant hohes Wachs­tum auf.

Bisherige Auswertungen von Winterlinden und Robinien bezogen auf die erbrachten Umwelt­leistungen (C-­Speicherung, Abkühlungs­wirkung, Abfluss) zeigten, dass Robinien im Durch­schnitt höhere Leistungen er­bringen als Linden. Auch können junge und mittelalte Robinien mehr für das Stadt­klima als Winter­linden leisten, was sich in höherem Alter jedoch umkehrt.

Simulationen mit dem Modell CityTree zeigen, dass das Klima des Standorts dabei eine tragende Rolle spielt.

Es ergaben sich deutliche Unterschiede beim Wachstum und bei den Umweltleistungen von Stadtbäumen je nach Stadt­klima und Standort­bedingungen.

 

Mit Hilfe des prozessbasierten Einzelbaumwachstumsmodells soll im nächsten Schritt untersucht werden, wie sich mögliche künftige Klima­bedingungen auswirken. Erste Simulationen auf Basis möglicher künftiger Klima­be­dingungen erbrachten ein verstärktes Wachs­tum und mehr Kohlen­stoffbindung bei Winter­linden und Robi­nien in München wobei jedoch die Abkühlungs­wirkung durch Trans­piration deutlich reduziert ist.